KS-West e.V.

Sommerlicher Wärmeschutz / Hitzeschutz

Bauphysik

Der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes soll sicherstellen, dass im Sommer in Gebäuden auch ohne Kühlmaßnahmen keine unzumutbar hohen Temperaturen auftreten. Sinnvollerweise sollten zunächst alle baulichen und planerischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, selbst wenn eine Kühlanlage installiert wird.

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert in § 3, Abs. 4 den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes, falls der Fensterflächenanteil 30% übersteigt. Auch bei Unterschreiten dieser Grenze sind jedoch die Anforderungen des Mindestwärmeschutzes nach DIN 4108-2 zu beachten. Es ist zu prüfen, ob einzelne Räume trotz Einhaltung der 30% Regelung Maßnahmen des sommerlichen Wärmeschutzes benötigen.

Der Nachweis nach DIN 4108-2 muss für sogenannte "kritische Räume", die besonders stark der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, geführt werden. Kritisch wirken sich z.B. große süd- oder westorientierte Fensterflächen, geringe Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile und mangelnde Möglichkeit der Nachtlüftung aus. Eckräume mit mehreren Fassaden sind besonders problematisch.

Ein Nachweisprogramm zum sommerlichen Wärmeschutz findet sich im KS-Downloadcenter.

Bestimmung des Sonneneintragskennwertes

Für den bezüglich sommerlicher Überhitzung zu untersuchenden Raum oder die Raumgruppe ist der Sonneneintragskennwert S über nachstehende Gleichung zu ermitteln.

S=

AW [m2] = Fensterfläche, lichte Rohbaumaße

AG [m2] = Grundfläche des Raumes oder Raumbereichs,

lichte Raumaße

gtotal [-] = Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung,              einschließlich Sonnenschutz

 

Der Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung gtotal, einschließlich Sonnenschutz, kann vereinfacht nach folgender Gleichung berechnet werden. Genauere Verfahren sind in DIN V 4108-6 angegeben.

gtotal = g · FC

g [-] = Gesamtenergiedurchlassgrad der Verlasung nach DIN EN 410

FC [-] = Abminderungsfaktor für Sonnenschutzeinrichtungen, entsprechend nachfolgender Tafel bzw. nach Prüfzeugnis

 

 

 

 

 

 

 


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Zuschlagswerte zur Bestimmung des Höchstwertes des Sonneneintragskennwertes

KS-Lexikon

Infomaterial

  • Produktübersicht Nordrhein-Westfalen der Kalksandsteinindustrie West e.V. Produktübersicht Nordrhein-Westfalen der Kalksandsteinindustrie West e.V. Download
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