KS-West e.V.

Nachträgliche Verfugung

Bei der nachträglichen Verfugung ist die Fuge entsprechend DIN 1053-1 mindestens 1,5 cm tief und flankensauber beim Aufmauern auszukratzen. Der Fugenmörtel wird in einem späteren Arbeitsgang hohlraumfrei so eingebracht, dass die Fugen mit der Vorderkante der Steine bzw. des Mauerwerks bündig abschließen.

Ausführung: Die Fugen des Sichtmauerwerks säubern und gründlich vornässen, den erdfeuchten bis plastischen Fugenmörtel mit einer Fugenkelle hohlraumfrei mit der Fugkelle einbringen und verdichten, Lager- und Stoßfugen gut miteinander verbinden und auf gute Flankenhaftung des Mörtels an den Steinen achten. Das frische Sichtmauerwerk ist vor starkem Regen und starker Sonneneinstrahlung zu schützen und bei sommerlicher trockener Witterung ggf. mit Wasser zu besprühen. Fugenmörtel nicht über die Verblendsteine wischen.

Um ein gleichmäßiges Fugenbild zu erzielen, sollte die nachträgliche Verfugung nur bei günstiger trockener Witterung ausgeführt werden. Bei weißem Fugenmörtel ist weiterhin darauf zu achten, dass nicht durch ungeeignetes Werkzeug Stahlabrieb die weißen Fugen dunkel verfärbt. Es sollte z.B. eine Fugkelle aus nicht rostendem Stahl verwendet werden.

Nachträgliche Verfugung

Fugenglattstrich

 

Das Sichtmauerwerk wird vollfugig erstellt. Beim Fugenglattstrich sind die Fugen in ihrer ganzen Tiefe aus einem „Guss“, das heißt, der Mauermörtel ist gleichzeitig auch der Fugenmörtel. Hierbei handelt es sich um eine technisch einwandfreie und sehr wirtschaftliche Technik, bei der jedoch vorauszusetzen ist, dass die Maurer die Technik des Fugenglattstrichs beherrschen und ein optisch einwandfreies Fugenbild erstellen.

Ausführung: Beim Aufmauern wird der herausquellende Mauermörtel nach Beginn des Ansteifens mit einem Fugholz oder Schlauchstück – ggf. über ein Fugeisen gezogen – glattgestrichen und dabei verdichtet. Das frische Sichtmauerwerk ist vor starkem Regen und starker Sonneneinstrahlung zu schützen und bei sommerlicher trockener Witterung ggf. mit Wasser zu besprühen.

Beim Aufmauern wird der Mauermörtel mit einem Fugholz oder Schlauchstück bündig mit der Vorderkante des Sichtmauerwerks glattgestrichen und dabei verdichtet. Bedingt durch diese Technik ergibt sich eine leicht gerundete Fuge.

Für diese Technik muss der Mauermörtel eine gute Verarbeitbarkeit und ein günstiges Wasserrückhaltevermögen besitzen. Beim Hervorquellen aus den Fugen darf der Mörtel nicht an den Steinen herunterlaufen und diese verschmutzen. Gut bewährt haben sich die auf KS-Sichtmauerwerk eingestellten Werkmörtel.

Fugenglattstrich

KS-Lexikon

Infomaterial

  • Produktübersicht Nordrhein-Westfalen der Kalksandsteinindustrie West e.V. Produktübersicht Nordrhein-Westfalen der Kalksandsteinindustrie West e.V. Download
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