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04.08.2026

10 Milliarden Euro Entlastung durch Bürokratieabbau, aber was kommt davon beim Wohnungsbau an?

Die Bundesregierung hat sich beim Bürokratieabbau viel vorgenommen. Die Bürokratiekosten der Wirtschaft sollen um 25 Prozent sinken, der Erfüllungsaufwand für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger sowie Verwaltung um mindestens 10 Milliarden Euro.

Statement Bürokratieabbau und Wohnungsbau
Statement von Roland Meißner, Geschäftsführer des Bundesverbands Kalksandsteinindustrie e.V., zum Bürokratieabbau und zur Wirkung auf den Wohnungsbau.

Das ist richtig und auch dringend notwendig.

Denn Bürokratie ist längst kein Randproblem mehr. Nach Berechnungen des ifo Instituts entgehen Deutschland durch überbordende Bürokratie jährlich bis zu 146 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung.

Auch im Bau ist die Belastung erheblich. Die Hochbauprognose 2025 von EY-Parthenon beziffert die Bürokratiekosten auf einen substanziellen Anteil von bis zu 15 Prozent der Baukosten. Allein im Bausektor wurde ein Bürokratie-Einsparpotenzial von rund 2,7 Milliarden Euro identifiziert.

10 Milliarden Euro Entlastung ist ein Anfang. Für den Wohnungsbau ist aber entscheidend, was davon tatsächlich in den Projekten ankommt.

Wer schneller bezahlbaren Wohnraum schaffen will, muss Verfahren spürbar vereinfachen, Genehmigungen beschleunigen, Nachweispflichten reduzieren und Standards wirtschaftlich handhabbar machen.

Gebäudetyp E, Genehmigungsfiktion und einfachere Verfahren können dabei wichtige Meilensteine sein. Entscheidend ist aber nicht die Ankündigung, sondern die Wirkung in Planung, Finanzierung, Genehmigung und Ausführung.

Wohnungsbau wird nicht durch Entlastungsbilanzen günstiger. Er wird günstiger, wenn Bürokratiekosten sinken, Verfahren verlässlicher werden und Projekte wieder mit vertretbarem Aufwand realisiert werden können.

Daran sollte und muss sich der Bürokratieabbau der Bundesregierung messen lassen!