KS West e.V.
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Öffentlichkeitsarbeit | Markt- und Bauwirtschaft
21.04.2026

Externe Krisen belasten die Baukonjunktur zusätzlich

Entscheidend ist aber, dass wir die strukturellen Kostenprobleme im Wohnungsbau endlich lösen.

Roland Meißner mit klarer Botschaft: Die Baukonjunktur leidet unter externen Krisen – doch die eigentlichen Herausforderungen im Wohnungsbau sind hausgemacht. Strukturelle Kosten müssen endlich in den Fokus rücken.

Das jüngste ifo-Barometer zeigt: Die Baustoffindustrie war auf dem Weg der Stabilisierung, wird jedoch durch die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Konfliktsituation im Nahen Osten wieder zurückgeworfen. Die Erwartungen trüben sich entsprechend ein.

Klar ist zugleich: Unabhängig von diesen externen Effekten bleibt das zentrale Problem im Wohnungsbau strukturell. Hohe Baukosten infolge wachsender technischer Anforderungen, langwierige Genehmigungsverfahren und eine wenig verlässliche Förderkulisse führen dazu, dass Projekte nicht mehr umgesetzt werden – weil sie sich nicht rechnen.

Dass es anders geht, zeigt der „Regelstandard Erleichtertes Bauen“ in Schleswig-Holstein: Reduzierte Standards, klare Vorgaben und konsequente Kostenorientierung ermöglichen bezahlbaren Wohnungsbau – ohne Abstriche bei der baulichen Qualität. Prof. Dietmar Walberg hat jüngst beim Wohnungsbau-Tag darauf hingewiesen, dass sich so die Baukosten im Vergleich zum Bundesdurchschnitt um rund 15 Prozent senken lassen.

Die mineralische Bauweise, etwa mit Kalksandstein als Wandbildner, ist dabei integraler Bestandteil dieses Ansatzes.

Entscheidend ist jetzt, beides zusammen zu denken: kurzfristige Belastungen durch externe Krisen und die hausgemachten strukturellen Probleme im Wohnungsbau. Standards vereinfachen, Verfahren beschleunigen und Kosten wieder zur zentralen Steuerungsgröße machen – die Lösungen liegen vor und müssen umgesetzt werden.